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16Mrz/090

BBC übernimmt Botnetz

In meinen Augen ist das ein wirklich interessantes Thema: Der britische Sender BBC hat, im Rahmen einer Recherche für eine Reportage über die weltweite Internetkriminalität, nach eigenen Angaben ein Botnetz gekauft und mit diesem Zugriff auf über 22.000 PC's weltweit erlangt. Die Reporter des Technikmagazins "Click" demonstrieren mit dem Botnetz, wie Kriminelle die Zombie-Rechner einsetzen.

Einer der Tests bestand darin zwei extra angelegte Email-Account mit Spam-Emails zu überfluten. Mit Hilfe des Botnetzes erhielten diese Mail-Konten innherhalb von wenigen Stunde tausende Mails mit gleichem Inhalt, aber unterschiedlichen Betreffzeilen. In einem zweiten Versuch reichten die koordinierten Anfragen von 60 Computern aus dem Botnetz aus um eine Test-Webseite lahm zu legen. Mit den so genannten "Distributed Denial of Service"-Attacken (DDoS) erpressen Kriminelle Betreiber von Webseiten. Bleibt die Zahlung aus, überfluten die Rechner des Botnetzes die Internetseite mit Anfragen und legen sie so lahm. Diese Angriffe können auch eingesetzt werden, um missliebige Seiten im Internet zu blockieren.

Die betroffenen Computer-Nutzer seien inzwischen über die Vorgänge von BBC informiert worden. Dazu wurde der Desktop-Hintergrund der infizierten Rechner durch eine entsprechende Warnmeldung ersetzt. Dieser enthält einen Verweis auf eine Anleitung, wie Rechner vor schädlicher Software geschützt werden können.  Außerdem versicherte BBC, keine privaten Daten eingesehen zu haben.

Über evtl. geflossene Gelder, um die Kontrolle über das Botnetz zu erlangen, verrät BBC bisher nichts. Den gesamten Beitrag strahlte die BBC am Samstag den 14. März um 12:30 Uhr deutscher Zeit auf ihrem "News Channel" aus. Die gesamte Sendung von "Click" ist nach der Ausstrahlung auf der Homepage der BBC verfügbar.

Hier geht's zum kompletten Beitrag!

10Mrz/090

CeBIT 2009 – Fazit

cebit-2009-hannoverDie CeBIT ist vorbei und es wird Zeit ein Resumé zu ziehen.

Zunächst zu den Fakten: Die CeBIT musste dieses Jahr Besucher-Einbussen von ~20% im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen und somit besuchten ca. 400.000 Besucher die Stände von 4.300 Unternehmen aus 69 Ländern. Der Anteil der ausländischen Besucher blieb den Angaben zufolge mit 20 Prozent stabil, weniger Besucher aus Asien wurden durch Zuwächse aus Amerika und dem Mittleren Osten ausgeglichen.

Trotz dem Besucher-Schwund berichten Aussteller und Presse von einer gelungen Messe, das soll wohl zum einen daran liegen das der Fachbesucheranteil in diesem Jahr deutlich angestiegen ist. In meinen Augen ist dieser prozentuale Anstieg das Resultat aus 100.000 Konsumern weniger, nicht mehr und nicht weniger. Dennoch scheint es als ob die IT-Branche von der Finanzkrise nicht allzu sehr betroffen ist, denn "Unternehmen, die sich gut vorbereitet haben, berichten von einem Plus relevanter Geschäftskontakte von mehr als 20 Prozent", sagte Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG, auf der CeBIT Pressekonferenz. Desweiteren sagte er: "Wenn wir die wesentlichen Parameter betrachten, erreicht die CeBIT 2009 das hohe Niveau des vergangenen Jahres. Wir sind sehr zufrieden. Diese CeBIT hat sich für Aussteller und Besucher gelohnt. Sie war hocheffizient." "... wesentliche Parameter ..." Ah ja, also wenn man  sich die Rosinen rauspickt war die CeBIT toll und den Rest betrachten wir einfach mal nicht. Auch Veranstalter und Aussteller sprachen angesichts der Wirtschaftskrise dennoch von einem CeBIT Erfolg der IT-Messe. Wirtschaftskrise hin oder her, diese Messe war für die übergroße Mehrheit der Unternehmen ein voller Erfolg, erklärt der Bitkom-Chef unter Berufung auf eine Umfrage unter Verbandsmitgliedern.

Kurz gesagt, die CeBIT 2009 war ein voller Erfolg ... aus Sicher der Messe und Aussteller. Ich persönlich fand die CeBIT in diesem Jahr um einiges schlechter als die Letzte, das liegt vor allem an dem extrem schlechtem Konsumerbereich. Der geschäftliche und fachliche Teil war im Großen und Ganzen vollkommen in Ordnung, auch wenn viele Aussteller trotz dem Wandel zur Fachmesse, immer noch junge Kunden, die nicht um Anzug kommen und rumschwaffeln, am Anfang nicht wirklich ernst nehmen. Das Aussteller nach den ersten Sätzen Fachbesucher und Konsumer nicht von einander unterscheiden können, zeigt deutlich die fehlende soziale Kompetenz manch Vertriebler. Ich verstehe zwar nicht warum man Fachbesucher und Konsumer nicht gleich gut beraten kann, aber das wird ein ungelöstes Rätsel bleiben.

Ich bin der Meinung das man die Wirtschaftskrise der Messe doch angesehen hat, es war überall weniger Show, weniger Präsentation, weniger Werbegeschenke, weniger Sex-Sales und weniger zum Anfassen. Viele Aussteller beschränkten sich auf einen kleinen Messestand mit einem Tisch und vier Stühlen. Klar, es reicht um Geschäfte abzuschließ0en, aber eingeladen haben diese Stände nicht, sich über das Produkt des Ausstellers zu informieren. So hat man bei einem ziellosen Schlendern durch die Hallen sicher viele interessante Dinge verpasst. Ich richte mich für die nächste CeBIT vom 2. bis zum 6. März 2010 in Hannover auf eine reine Fachmesse ein und schraube meine Erwartungen an den Konsumerbereich gegen null zurück. Wenn Erwartungen nicht zu hoch sind, ist man auch nicht so schnell enttäuscht ...

1Mrz/091

Serverumzug Part 2

supportDas Supportticket, zum vermeintlich fehlendem Swap-Speicher meines V-Servers bei Strato, lieferte leider nicht die gewünschte Antwort, denn 90% des Inhalts war 1zu1 aus einem Wiki zum Thema "Zusicherung von Speicher in einer virtuellen Umgebung" herauskopiert.  Ich weiß jetzt zwar wie der physikalische Speicher in virtuellen Systemen zugeteilt wird, aber meine Frage nach dem Swap-Speicher wurde mal wieder nicht beantwortet. Mittlerweile zweifle ich stark an der Kompetenz des Strato-Supports und vermute einfach das kein Swap-Speicher auf dem V-Server zur Verfügung steht. Wenn ich mal Muse finde, werde ich mir den Telefon-Support antun und mir das ganze mal erklären lassen :) Übrigens, der Telefonsupport wurde bei Strato von 20.000 Kunden mit der Note 1,5 bewertet, ich bin gespannt ... evtl. sollten ein paar Supporter weniger telefonieren und mehr Mails beantworten ;)

In den letzten Tagen wurde erfreulicherweise endlich Plesk9 für die Strato-Server freigegeben und ich war voller guter Dinge mein System auf den neusten Stand zu bringen. Wer jetzt glaubt man könnte Suse 10.3 mit Plesk8.6 einfach auf Plesk9 updaten, der irrt! Die Qualitätssicherung von Strato hat Plesk9 nur für die Ubuntu-Version freigegeben, sodass die Suse-Nutzer bei diesem Update außen vor blieben. Es blieb mir also nichts anderes übrig als meinen V-Server mit Ubuntu und Plesk 9 neu aufzusetzen. Das bedeutete aber wiederum manuell Backups zu erstellen, da die Backups zwischen Plesk 8.6 und Pleks 9 nicht kompatibel sind. Mit der ganzen Aktion war ich wieder einen Abend lang beschäftigt, aber jetzt funktioniert "alles". Auch die Probleme mit dem fehlendem Speicher haben sich mehr oder minder gelöst, jetzt bleibt das System nicht mehr hängen, wenn nicht genügend Arbeitsspeicher zur Verfügung steht, sondern startet die speicherintensive Anwendung gar nicht erst. Dies hat zum Nachteil, dass das von mir hoch gelobte Antivirus Addon nicht mehr startet :(

Naja anscheinend darf man für ~9€ im Monat weder Support noch ein 100% funktionierendes System erwarten ... Gute Nacht!