the world of migges IT and my way of life …

27Nov/083

It works

Heute gib es mal ein kleines How-To für alle Hardcore-Morgenmuffel, wie ich einer bin.
Ich suche schon seit geraumer Zeit nach einer Möglichkeit morgens besser raus zu kommen, da ich die wunderschöne Angewohnheit habe meine 3(!) Wecker, die im Raum verteilt sind, einfach solange weiter zu stellen bis es mal wieder zu spät ist. In der Praxis sieht das dann so aus das gegen 5:00 Uhr morgens mein erster Wecker klingt, 5:02 Uhr mein zweiter, 5:04 Uhr mein dritter Wecker und ich bei allen drei fröhlich die snooze-Funktion benutze. Ich habe morgens nie mitgezählt, aber ich schätze mal das ich an einem Morgen ca. 15-20 mal aufstehe, zum entsprechendem Wecker laufe, auf dem snooze-button hämmere und wieder ins Bett falle. Das Spielchen geht dann solange bis ich mitbekomme das ich zu spät dran bin und es nur  für einen "run" durch die Dusche, Zähneputzen und gleichzeitig Kaffee kochen, sowie dem Kampf  mit dem Kleiderschrank reicht.
Da wir ja alle nicht jünger werden habe ich nun beschlossen den Tag ein bisschen stressfreier zu beginnen, allerdings benötig  ich dazu Hilfe. Da meine Selbstdisziplin, in Sachen morgens aufstehen,  wahrscheinlich noch schläft bis ich auf der Arbeit angekommen bin, muss die Technik herhalten und mich morgens in Wallung bringen. Nach langer Recherche im Internet bin ich leider zu Schluss gekommen, das es keine Wecker für meine Art Morgenmuffel gibt. Es gibt zwar schöne Wecker für Menschen die gar nicht erst aus dem Bett kommen, aber das Aufstehen bereit mir keine Probleme, eher das Stehenbleiben :) Dennoch möchte ich euch die gefundenen Wecker nicht vorenthalten.

Da wären zum einen "Clocky" - Der Wecker mit Rädern.

Dieser kleine Kauz flitzt nach dem ersten mal Snoozen quer durch den Raum und klingt solange bist du ihn eingefangen hast. Dabei verwendet er ein Zufallsprinzip um zu verhindern das er jeden Morgen in die gleiche Ecke fährt. In einem verwinkeltem Schlafzimmer macht dieser Wecker morgens sicherlich einen riesigen "Spaß". Der kleine Flitzer ist für ~55€ zu haben, ist 14x9x9cm groß und kann Stürze bis zu einer Höhe von 1 Meter ab.

Eine weitere Alternative ist die "Flying Alarm Clock"

Dieser kleine "Freund" hat alle Standardfunktionen die ein herkömmlicher Wecker auch bietet. Der einzige Nachteil, bzw. Vorteil für Menschen wie mich, ist das es keinen Knopf gibt um den Quälgeist abzustellen. Dafür gibt es aber einen Propeller der bei Alarm wild durch die Gegend fliegt und erst wenn dieser Propeller wieder zurück zum Wecker gebracht wurde erlischt der quälende Weck-Alarm. Generell wieder eine nette Idee, aber ich persönlich glaube das dieser Wecker, genauso wie Clocky, nur in verwinkelten Schlafzimmer Sinn macht.




Zurück zu meinem kleinem Problem: Leider wirken diese Wecker bei mir nicht wirklich, da ich ja morgens bereits ~15mal aufstehe um diese ach so grauenhaften Wecker für einige Minuten zur Ruhe zu bringen. Also blieb mir nichts anderes übrig als selber aktiv zu werden und den hiesigen Baumarkt nach verwendbarem Material abzusuchen. Nachdem ich in meiner Mittagspause wie Falschgeld durch den Baumarkt geirrt bin, hatte ich alle benötigen Materialien um das konstruieren zu können ...

Im Prinzip nichts spektakuläres, aber es wirkt! Man nehme eine handelsübliche Tupperware-Dose, einen Wecker, eine kurze Kette und ein Schloss. Nachdem man der Tupperware-Dose mit einem Bohrer zu Leibe gerückt ist um später die Kette zu befestigen und den Wecker auch noch zu hören, zieht man einfach eine Kette durch zwei Löcher und verschließt das Ganze so das man nicht mehr an den Wecker herankommt. Wecker vorher stellen nicht vergessen :) Nun bringt man den Schlüssel dazu weit weit weg. Morgens muss man jetzt erstmal mit dem Gespann zum Schlüssel laufen um das nervige Gefährt abzustellen. Für besondere Härtefälle kettet man das Konstrukt noch am Bett oder an einem Schrank fest um zu verhindern das man es einfach aus dem Fenster schmeißt, soll's ja alles geben *hust*

Ja das ist der ganze Zauber und ich muss sagen das es bis jetzt wirklich geholfen hat. Aber der echte Härtetest steht noch aus, denn Montagmorgen ist einfach der härteste Morgen den die Woche zu bieten hat. Einen kleinen Nachteil hat diese Art von Wecker jedoch ... dein Partner wird dich hassen wenn er länger schlafen kann als du!

3Nov/082

Fotos, Fotos, Fotos …

... das war das Motto des Sonntagnachmittag, denn am Tag zuvor kam meine neue digitale Spiegelreflexkamera an. Die Olympus E-410 schnitte in meinen Augen am besten in ihrer Preiskategorie ab und so bestellte ich mir am Anfang der Woche die besagte Kamera. Nach einigen Test mußte ich sehr schnell feststellen das es eben keine "einfache" Digitalkamera ist und man damit mit etwas Übung sehr schöne Bilder schiessen kann, das aber ohne Übung auch sehr schlechte Bilder entstehen können.

Ich werde die Kamera noch diese Woche auf Herz und Nieren prüfen, jedoch sieht es bisher danach aus, als würde ich sie behalten. Wenn ich dann irgendwann mal das Handbuch vollständig gelesen und verstanden habe, werde ich meine Wissen gerne teilen. Aber bis es soweit ist könnt ihr die bisherigen Bilder geniessen. Alle Bilder unterstehen der GPL!

2Nov/082

Pure Zeitverschwendung …

... sind LAN-Partys, wie die Lanarena 16 in Ilsenburg. Eigentlich hatte ich mich gefreut, auf einer LAN mal wieder ein Turnier bestreiten zu können, um so den so genannten "Inet-Kiddies" entfliehen zu können, doch stellte sich später leider heraus das diese auch auf LAN's Einzug gehalten haben.

Mit dem festen Vorsatz meinen Rechner nicht abzubauen und lediglich mit einem Laptop für den Freitagabend anzureisen, organisierte ich mir den Laptop meiner Schwester, da meiner nach einem Wasserunfall langsam vor sich hin rostete :

Lange Rede, kurzer Sinn, Laptop geholt, Counterstrike installiert und dann nichts wie ab nach Ilsenburg. Mein innerer Sparfuchs war zwar nur sehr schwer ruhig zustellen während ich die 35€ Eintritt bezahlte, mit dem Wissen am gleichen Tag wieder verschwinden zu wollen, aber es ging kurz und weitestgehend schmerzlos.

Dann das erste kleinere, aber ohne weiteres verkraftbare Problem: spontan keinen Counterstrike 2on2-Mitstreiter gefunden. Nun gut, also habe ich mich für das "Blobby Volley 1on1"-Turnier angemeldet und musste leider feststellen das dieses erst Samstag Mittag statt finden sollte. Also stand einspielen auf der To-Do-Liste und dies tat ich auch bis die Anmeldephase für das Counterstrike 5on5 - Turnier abgeschlossen war. Dies war leider erst gegen 22 Uhr und dann hieß es in der 1. Runde: Freilos! Laaangweilig, dachte ich mir und durchstöberte die Windows-Freigaben der anderen Teilnehmer. Gegen 24 Uhr startete endlich unser 1. Match des 5on5 Turniers, in dem wir leider komplett, vom späteren Sieger des Turniers, deklassiert worden. Aber immerhin haben wir gespielt, man muss es positiv sehen ... Heiß auf das nächste Match spielte ich noch eine Runde auf den frei zugänglichen öffentlichen Servern, um für das 2. Match voll da zu sein. Dieses wurde jedoch auf Samstag Mittag verschoben, weil ein Mitglied des generischen Teams nicht Herr über seinen Rechner war. Fazit vom 1. Tag: ein Turniermatch, 2 Stunden Pulic und viel Langeweile. Mit diesem Fazit verabschiedete ich mich gegen 2 Uhr Nachts von der LAN und fuhr nach Hause.

Samstag, 11 Uhr, mein Handy klingelt, die Jungs brauchen mich für das nächste Match. Ich taumelte aus dem Bett und machte mich fertig, hätte ich zu diesem Zeitpunkt gewusst wie der Tag endet hätte ich wahrscheinlich weiter geschlafen. In Ilsenburg angekommen deklassierten wir unseren Gegner wie es im Buche steht, die Stimmung war gut, bis ... ja bis zur Demoforderung. Ja richtig, der Gegner wollte eine Aufzeichnung des Matches aus der Perspektive zweier unserer Spieler, um ausschließen zu können das wir uns unlauterer Hilfsmittel bedient haben. Mir persönlich ist sowas noch nie passiert, schließlich sitzt man, im Gegensatz zu Internet-Matchen, nur wenige Meter von einander entfernt und es laufen ständig Leuten hinter einem lang, sodass ich eigentlich davon ausgehe das niemand so offensichtlich betrügen würde.

Diese Demo gab dann den Anlass mehrere Stunden über die Spielweise eines Mitglieds unseres Teams zu debattieren, der Vorwurf: Verwendung verbotener und Vorteil verschaffender Programme. Diese Aktion verzögerte den kompletten Spielablauf um mehrere Stunden und wir mussten uns wilden und vor allem minder intelligenten Anschuldigungen von vermeintlichen Hauptschülern anhören und kommentieren. Nachdem die besagte Demo von der Turnierverantwortlichen ca. 20mal angeschaut wurde und der betreffende Rechner aufs Gründlichste untersucht wurde, gab die Turnierleitung grünes Licht. Das sollte natürlich nicht heißen das die Sache damit erledigt war, im nächsten Spiel gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner wurde unser Spieler argwöhnisch beobachtet und seine Spielweise sogar über die volle Distanz des Matches auf der Großleinwand übertragen. Trotz dieser ganzen Aufregung konnten wir uns in einem interessanten und schwerem Spiel gegen den Gegner behaupten. Wer jetzt glaubt das gewinnen allein reicht, der irrt, leider. Der Gegner verlangte von jedem Spieler aus unserem Team, die Einstellungen die für das Spiel getroffenen werden können, zu kontrollieren. Und jetzt kommt es, ich habe die Dreistigkeit besessen das Spiel zu beenden nachdem es vorbei war, das ist nicht Regelkonform, was ich natürlich hätte wissen müssen, wer liest sich denn nicht vor einem Computerspiel das 10seitige Regelbuch des betreffenden Turniers durch?

Diese Aktion schürte natürlich wieder das Feuer, wir würde alle betrügen, mogeln und was weiß ich noch. Dieser ganze Zirkus ging mir dann eindeutig zu weit und ich verabschiedete mich von diesem Kindergarten und wollte nur noch nach Hause. Das machte es aber nicht besser, denn das ich jetzt gehen wolle würde ja nur darauf hindeuten das ich etwas zu verbergen hätte. Selbst die unsererseits freiwillig angebotene Disqualifizierung unseres Teams konnte die Kinder Gegenspieler nicht beruhigen, was Sie jedoch mit den weiteren Diskussionen bezwecken wollten, konnten Sie selbst leider nicht beantworten.

Jetzt muss man sich doch als Außenstehender fragen, Mensch wie hoch war den das Preisgeld für das Turnier, das man sich einen solch Stress macht? Die Antwort ist einfach, es gibt virtuelle Punkte, welche einen minimalen Prozentsatz ausmachen um sich für ein professionelles Turnier zu qualifizieren. Kein Geld, kein Ruhm, keine Frauen, da sind natürlich Regeln auf dem Niveau der olympischen Spiele unabkömmlich!

Mein Fazit dieser LAN:

  • nie wieder Lanarena, da die Organisatoren Schuld daran waren das sich diese 3 Spiele á 30min über 2 Tage hinzogen
  • wenn jemals wieder LAN, dann nur mit mehr als 1000 Mitspielern um genug Alternativen zu haben um
  • nie wieder Counterstrike auf einer LAN spielen zu müssen
1Nov/080

Fundsache Luther

Am 30. Oktober weilte ich, auf Drängen meiner bezaubernden Freundin, in Halle um an der exklusiven Eröffnung der Ausstellung "Fundsache Luther" teilzunehmen. Ich war am Anfang noch sehr skeptisch bzw. hatte ich die Befürchtung das diese Ausstellung so überhaupt nicht meinen Interessen entsprechen sollte, jedoch würde ich erfreulicherweise eines Besseren belehrt.
Nach einer doch sehr hektischen und rasanten Fahrt quer durch Halle, um noch rechtzeitig zur Eröffnung zu kommen, kamen wir genau richtig um nach kurzem Durchatmen der Eröffnungsrede von Herrn Dr. Harald Meller, Direktor des Landesmuseums, zu lauschen. An dieser Stelle muss ich gestehen das ich nur selten jemanden mit einem solchen Charm hab sprechen hören.
Doch wozu braucht man eigentlich noch eine Lutherausstellung, wo man doch schon alles über Luther weiß? Diese Frage stellte Herr Dr. Meller immer wieder in den Raum und beantwortete sie sogleich. Denn es sei mitnichten so, dass schon alles über ihn bekannt ist. Der beste Beweis ist die jetzt vorliegende Ausstellung. Besonders die höchst aufschlussreichen Fundkomplexe ermöglichen einen bisher noch nie da gewesenen Einblick in das Leben Martin Luthers und seiner Familie. So fand man heraus, dass Luther, entgegen seiner selbst angeführten Angaben, nicht aus ärmlichen Verhältnissen stammte. In Wahrheit war der Reformator Sohn reicher Eltern und führte stets einen aufwendigen Lebensstil ...

Ich möchte hier nicht näher ins Detail, bezüglich des Inhalts der Ausstellung eingehen, jedoch kann ich nur jedem ans Herz legen bei Gelegenheit diese Ausstellung zu besuchen.

Was aber auf jeden Fall erwähnenswert ist, ist der Zufall das wir genau neben der Tür des VIP-Bereiches standen als diese sich öffnete und Herr Dr. Meller, nebst Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer und Bischof Axel Noack von der Evangelischen Kirchenprovinz Sachsen den Ausstellungsraum betraten. Dr. Meller erläuterte Prof. Dr. Böhmer und dem Bischof Axel Noack die einzelnen Fundstücke im Raum und wir lauschten aufmerksam, im Sicherheitsabstand einer Bodyguard-Länge, mit ;) Nach einiger Zeit hatte sich dann eine größere Menschentraube um die Drei gebildet, das wir erst einmal mit dem Buffet Vorlieb nahmen. Nach ein paar Gläsern Wein, ein paar Snacks und etlichen Metern Fußmarsch durch die Hallen des Landesmuseum für Vorgeschichte entschlossen wir uns für den Heimweg und verließen die Örtlichkeiten mit etlichen Eindrücken und einem leichtem Schwips :)

Mein Fazit: sehenswert!

Hier noch ein Bild der drei Herren, während der besagten Erläuterung durch Herrn Dr. Meller (wir standen genau neben dem Fotografen).

Herr Dr. Meller erläutert die Fundsachen Quelle: www.halleforum.de