Venus 2008 und Co.
Vorweg muss ich sagen, ich habe das Bloggen unterschätzt! Ich finde irgendwie kaum Zeit einen Text zu verfassen, der interessant, informativ und unterhaltsam ist. Aber nichts desto trotz bleibe ich am Ball, auch wenn nicht mit der Regelmäßigkeit wie ich sie mir am Anfang vorgenommen habe.
Am 18. Oktober hieß es "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin", schließlich war es auch schon ein paar Wochen her das wir unsere wunderschöne Hauptstadt besucht haben. Diesmal lautete das Ziel Venus 2008, die deutsche Messe für Sex und Erotik.
Nach ca. 2 Stunden Fahrt und einer schlampigen Frontscheibe-Reinigung eines vermeintlichem Puerto-Ricaner kurz vor der Messe, erreichten wir das Messegelände. Jetzt ging das alte Spielchen der Berliner Messe wieder los, die Parkplatzsuche. Die Berliner Messe ist wohl, aus Verkehrssicht betrachtet, die schlechteste Messe die ich je gesehen habe, es gibt nur sehr wenig PKW-Parkplätze rund um die Messe und davon einen zu erhaschen ist doch recht schwer. Aber nach 5-6 Runden um das Messegelände, den dazugehörigen Staus an den Ampeln (Herta musste natürlich am Samstag zu Hause spielen) und vollem Körpereinsatz Franzi's bekamen wir einen top Parkplatz kostenfrei und direkt vor der Messe.
Nach einem saftigen Eintrittspreis von ~25€ und einer Perso-Kontrolle (Ich seh ja auch aus wie 12, war ja zu erwarten ... ) konnte es dann endlich losgehen. "Auf in's Gefecht!" und genau das war es auch, die Vorhalle war bereits total überfüllt, in der es aber nichts außer einem Infostand und wenigen Snack-Ständen gab. Die insgesamt 4 Hallen sahen nicht anders aus, im Gegenteil, sowie eine eher leicht bekleidete Dame sich an einer Metallstange räkelte war im Umkreis von gefühlten 100 Metern kein Durchkommen mehr.
Nachdem wir uns ca. zwei Stunden durch alle Halle gequetscht hatten, sind wir schnell zum Schluss gekommen das sich der Weg nicht gelohnt hat. Die Messe war für die Anzahl der Besucher einfach zu klein dimensioniert und das Angebot war überwiegend absolut niveaulos! Die interessanten Dinge konnte man an einer Hand abzählen und selbst das ist noch geschmeichelt. Die Messe ähnelte, vom Angebot her, einem schlechten Porno-Shop in einem heruntergekommenem Hinterhof und das Publikum passte teilweise auch sehr gut dazu. Während des ganzen Messebesuchs lag eine Testosteron-Wolke in der Luft, die wohl von den von oben bis unten tätowierten, mit Anabolika aufgepumpten 2 Meter-Männern in Achselshirts kam, bei denen das Gehirn an dem besagtem Tag Pause hatte und ihr bestes Stück dessen Aufgabe übernahm.
Mein Fazit: Nie wieder Venus! Hier noch ein paar Bilder ...